Montag, Juli 15, 2024

Morbus Parkinson: neuer Test für Früherkennung

Bei Morbus Parkinson könnten zukünftig blutbasierte Biomarker eine Früherkennung, Diagnose und Einstufung der Erkrankung ermöglichen.

© Rowan
© Rowan University

Im Zuge einer unlängst veröffentlichten Studie mit insgesamt 400 Probanden, gelang es Wissenschaftern der Rowan University School of Osteopathic Medicine und Durine Technologies Inc., einen Bluttest zur frühzeitigen Morbus Parkinson Diagnose zu entwickeln. Der Test oll ermöglichen, sehr frühe Stadien der Erkrankung von späteren zu differenzieren. Auch eine Unterscheidung zwischen Morbus Parkinson und anderen neurologischen sowie nicht-neurologischen Erkrankungen, sei möglich, so die Wissenschafter. Ihre Erkenntnisse veröffentlichten die Forscher im wissenschaftlichen Fachjournal Immunology Letters.

„Momentan steht kein simpler und verlässlicher diagnostischer Test zur Erkennung von Morbus Parkinson zur Verfügung,“ erklärt Robert Nagele, Direktor des Biomarker Discovery Center an der Rowan University’s New Jersey Institute for Successful Aging. „Stattdessen basiert die Diagnose häufig auf klinischen Beobachtungen der Symptome und ist nur in etwa 75 Prozent der Fälle tatsächlich korrekt. Einen genauen, kostengünstigen und nicht invasiven Test zur Detektion von frühen Morbus Parkinson Stadien zu entwickeln, könnte enormen Einfluss auf die frühzeitige Behandlung der Patienten haben. Außerdem würde es ermöglichen, Patienten zu einem möglichst frühen Zeitpunkt in klinische Studien zu inkludieren.

„Desto mehr Therapien die klinische Phase erreichen, desto größer wird der Bedarf an entsprechenden Parkinson Biomarkern,“ so Catherine Kopil von der Michael J. Fox Foundation for Parkinson’s Research. „Die Erkennung früher Stadien der Erkrankung, sowie die Möglichkeit die Wirkung bestimmter Therapeutika anhand dieser Biomarker zu messen, könnte sich positiv auf den Verlauf der Erkrankung auswirken.“

In Bezug auf die Auswirkungen ihrer Untersuchung, unterstreichen die Wissenschafter einmal mehr die Bedeutung des biomarkerbasierten Tests für Patienten, Ärzte und Firmen, die in klinischen Studien involviert sind. „Die Verfügbarkeit eines diagnostischen Tests, der in der Lage ist, verschiede Morbus Parkinson Stadien zu unterscheiden, ermöglicht eine akkurate Einschätzung des Krankheitsverlaufs sowie der Wirkung etwaiger Therapien,“ reüssieren die Wissenschafter.

Quelle: http://today.rowan.edu/home/news/2015/10/20/researchers-announce-blood-based-biomarkers-early-detection-diagnosis-and-staging

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