Donnerstag, Juni 13, 2024

Deutsche Gesundheitsbericht Diabetes 2017

Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2017 erschienen: Beweise für eine kausale Beziehung zwischen Zuckerkonsum und Diabetes Typ 2 sind erdrückend.

Aktuell sind etwa 6,7 Millionen Menschen in Deutschland an Diabetes mellitus erkrankt, darunter etwa zwei Millionen, die noch nichts von ihrer Erkrankung wissen. Pro Jahr entstehen durch Diabetes und seine Folgekrankheiten Kosten von rund 35 Milliarden Euro für Behandlung, Pflege, Arbeitsunfähigkeit und Frühverrentung. Denn ein schlecht eingestellter Blutzucker führt Jahr für Jahr zu Amputationen, Neuerblindungen, ein Leben mit Dialyse oder Herz- und Gefäßkomplikationen: Drei Viertel aller Menschen mit Diabetes sterben letztlich an Herzinfarkt oder Schlaganfall. Der aktuelle Deutsche Gesundheitsbericht Diabetes 2017 legt in seiner Bestandsaufnahme Fakten hierzu vor.

Der jährliche Deutsche Gesundheitsbericht Diabetes beinhaltet die neuesten Zahlen und Entwicklungen zur Erkrankung Diabetes mellitus in Deutschland und wurde in Zusammenarbeit mit zahlreichen Fachexperten der erstellt. Herausgeber sind die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und diabetesDEDeutsche Diabetes-Hilfe.

Wie viele Menschen erkranken jedes Jahr neu an Diabetes? Welche Fortschritte gibt es in der Therapie? Wie leben Kinder mit Diabetes? Was versteht man unter Schwangerschaftsdiabetes? Der Gesundheitsbericht Diabetes 2017 gibt alle wichtigen Antworten, Daten und Informationen rund um die Stoffwechselerkrankung. Dazu gehören unter anderem „Epidemiologie des Diabetes in Deutschland“, „Prävention des Typ-2-Diabetes in Deutschland – Herausforderungen und Visionen“ und „Medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes – Entwicklungen der letzten 21 Jahre“.

Neu im „Gesundheitsbericht Diabetes 2017“ ist außerdem der Artikel „Zuckerkonsum, Übergewicht, Typ-2-Diabetes: die Beweise für eine kausale Beziehung sind erdrückend“. Er liefert  evidenzgesicherte Argumente, an der auch die Lebensmittel- und Zuckerindustrie zukünftig nicht mehr vorbeisehen kann. Weitere neue Beiträge sind  „Demenz – eine ’neue‘ Folgeerkrankung des Diabetes im Alter“, „Tätigkeitsschwerpunkte einer Diabetesberaterin“ und „Selbsthilfe goes Politics“.

Außerdem erläutern Experten die häufigsten Begleit- und Folgeerkrankungen des Diabetes. In Beiträgen wie „Diabetes mellitus und Herzerkrankungen“, „Schlaganfall bei Diabetes“ und „Diabetes und Augenerkrankungen“ gehen sie darauf ein, wie häufig diese auftreten und wie sie behandelt beziehungsweise verhindert werden können. Auch „Diabetes-Register und Diabetes-Surveillance als Bausteine einer nationalen Diabetesstrategie“ und „Soziale Ungleichheit und Diabetes“ sind Themen der Veröffentlichung.

Der Bericht umfasst rund 260 Seiten und ist auf der Internetseite der Deutschen Diabetes Gesellschaft und diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe kostenfrei als herunterladbare PDF-Datei oder gedruckt für 6,50 Euro zuzüglich Versandkosten beim Kirchheim-Verlag erhältlich.

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