Dienstag, Juli 2, 2024

Die Zeit nach der Geburt – wunderschön und doch auch eine Herausforderung für das Baby, den Vater und besonders die Mutter

Eine Familie zu gründen oder zu erweitern ist eine wundervolle Sache und oftmals auch ein großer Traum der werdenden Eltern. Das Wissen an die Kinder weiterzugeben, ihnen beim Aufwachsen zuzusehen und den Lebensweg zu begleiten sind die schönen und hoffentlich auch überwiegenden Zeiten einer Familie. Doch im Folgenden möchten wir mit Ihnen die etwas unschöneren Themen ansprechen, die auch dazugehören und leider noch immer zumeist unter einem tabuisierenden Deckmantel gehalten werden.

Eine Geburt ist nicht nur heiter Sonnenschein

Wenn man an eine Geburt denkt, dann hat man schnell ein Bild vor Augen, das in den allermeisten Fällen bedauerlicherweise nicht wirklich der Realität entspricht.
Entweder ist dieses Bild von dramatischen Szenen aus Filmen bestimmt, in denen Frauen sich die Seele aus dem Leib schreien, oder aber das Bild ist durch eine rosarote Brille betrachtet und einfach nur harmonisch und entspannt.
Nun, beide Fälle mag es vereinzelt geben, doch zumeist ist eine Geburt ein Prozess, der sich über einige Stunden hinzieht und für die werdende Mutter von Anstrengung und Schmerzen geprägt ist.

Natürlich helfen die Hormone und die allgemeine Vorfreude ein wenig, mit den Schmerzen klarzukommen, doch darf dies in keinem Fall unterschätzt werden.
Besonders kompliziert und nervenaufreibend wird es, wenn dann auch noch Fehlpositionen oder andere Probleme auftreten.

In diesen Fällen sind die Geburten dann leider noch langwieriger oder müssen durch einen Kaiserschnitt erfolgen.

Ein Kaiserschnitt ist im Übrigen heute für rund 30 Prozent aller Geburten verantwortlich, wobei hiervon rund ein Drittel als ungeplante Notoperationen erfolgen.

Was kann eine Familie nach einer Geburt erwarten?

Im besten Fall verläuft eine Geburt natürlich reibungslos und innerhalb weniger Stunden. Die Mutter hat regelmäßige Wehen, das Kind ist perfekt positioniert, kerngesund und wartet nur darauf, auf die Welt kommen zu dürfen.

Doch bedauerlicherweise ist es oftmals ganz anders. Sei es, dass das Kind bei der Geburt gedreht werden muss, die Mutter sehr starke oder unregelmäßige Wehen hat, oder anatomisch eine natürliche Geburt nur schwer erfolgen kann. Probleme bei der Geburt sind den Ärzten und Ihren Teams aber in den meisten Fällen nicht fremd, weshalb man sich hierzu auch nicht zu viele Gedanken machen sollte. Woran aber die wenigsten werdenden Eltern denken, sind Komplikationen im Nachgang einer Geburt.

Dabei muss es gar nicht um medizinische Notfälle gehen, doch sorgen beispielsweise leichte Fehlstellungen des Kindes oder die nicht selten auftretenden Dreimonatskoliken für unerwartet viel Stress.

In Verbindung mit der allgemeinen Erschöpfung einer frisch gebackenen Mutter und häufig auftretenden Begleiterscheinungen wie einer leichten und temporären Inkontinenz kann die Zeit im Mutterbett zu einer großen Herausforderung werden.

Tipps für junge Familien

Das alles klingt bisher alles andere als ermutigend, doch man sollte sich auch vor Augen führen, dass man in keinem Fall die erste Familie mit einem der genannten Probleme ist. Wichtig ist, dass Sie sich als Familie unterstützen und besonders die Mutter genug Zeit bekommt, wieder zu Kräften zu kommen und sich zu erholen.

Schämen Sie sich nicht, nach Rat und Hilfe zu fragen, sondern nutzen Sie Beratungsangebote und Hilfe aus der Familie und dem Freundeskreis.

Denn auch mit möglichen auftretenden Hürden und Problemen sollten Sie die Zeit nach der Geburt so gut es geht in vollen Zügen genießen!

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