Quallenstich mit Silbersulfadiazin-Creme und Manuka-Honig wirksam behandeln

Effektiv Quallenstich behandeln – Tag 2 nach der Verletzung

Effektiv Quallenstich behandeln – Tag 2 nach der Verletzung

Bei einem Quallenstich sollte man tiefere Wunden mit Silbersulfadiazin-Creme und in den flacheren Bereichen mit Manuka-Honig reinigen und behandeln.

Einen schweren ernsthaften Quallenstich kann man wirksam mit Silbersulfadiazin-Creme und Manuka-Honig behandeln. Silbersulfadiazin-Creme ist ein antibakterielles Mittel. Man setzt es hauptsächlich bei Verbrennungen zweiten und dritten Grades sowie zur Behandlung und Vorbeugung von Infektionen ein. In der modernen Wundbehandlung kommt außerdem heute wieder öfter das alte Hausmittel Honig zum Einsatz. Sehr beliebt ist hierzu der exotische Manuka-Honig aus dem Nektar der Blüten der Südseemyrte.



 

Gefährliche Quallen

Quallenstiche (Envenomations) treten weltweit häufig bei Menschen auf, die am Meer wohnen. Außerdem sind Touristen immer weider davon betroffen. Meistens ist ein Quallenstich zwar einfach nur ein Ärgernis. Jedoch können manche Quallen sehr schwerwiegende oder sogar tödliche Symptome verursachen. Die schwersten nicht anaphylaktischen Reaktionen werden von Quallenarten verursacht, die in den Gewässern des Pazifiks leben. Beispiele für Arten, von denen bekannt ist, dass sie klinisch gefährlich sind, sind die Würfelquallen. (Chironex fleckeri, Chrysaora quinquecirrha sowie Carukia barnesi.)

 

Schwerer Quallenstich durch Würfelquallen bei einer 21-jährigen Patientin

Eine gesunde 21-jährige Patientin erlitt beim Schwimmen vor der Küste von Koh Ta Kiew, Kambodscha, in tiefem Wasser einen Quallenstich in den Brustkorb. Die US-Amerikanerin verspürte einen sofortigen und intensiven brennenden Schmerz an ihrem rechten Bein. Sie verließ benommen das Wasser und verlor sogar kurz das Bewusstsein. Die junge Amerikanerin konnte die Quallen zwar nicht identifizieren. Aber man weiss, dass in diesen Gewässern mehrere Arten von Würfelquallen leben.

Die intensiven, brennenden Schmerzen ließen dann innerhalb der nächsten 10 Stunden allmählich nach. Allerdings zeigten sich leuchtend rote und geschwollene Streifen am rechten Oberschenkel. Und zwar an den Hautstellen, die mit den Tentakeln der Qualle in Berührung kamen. Nachdem sich die Symptome trotz ärztlicher Behandlung verschlechterten, reiste die Patientin unverzüglich zurück nach Kalifornien. Der behandelnde Arzt gab ihr genaue Ratschläge zur Wundversorgung während der Reise.

In den USA erhielt sie dann die richtige medizinische Versorgung, die für eine unkomplizierte Heilung erforderlich ist. Denn mit sachkundiger Beratung durch erfahrene Ärzte und sorgfältiger Pflege kann man jedenfalls eine Quallenstich-Verletzung wirksam behandeln. Und zwar ohne dass Hauttransplantationen notwendig sind.

 

Bei Quallenstich richtig verhalten und wirksam behandeln

Nach der Ankunft in den Vereinigten Staaten untersuchten mehrere Ärzte die Wunden der Patientin. Es zeigten sich oberflächliche und tiefe Verbrennungen. Die Ärzte empfahlen einerseits, die Wunden weiter zu waschen und reinigen. Andererseits kamen in den tieferen Bereichen Silbersulfadiazin-Creme sowie in den flacheren Bereichen Manuka-Honig (Leptospermum scoparium) zum Einsatz.

Die unmittelbaren Ziele der Behandlung bestanden darin, die Wunden sauber zu halten. Weiter Infektionen vorzubeugen und die Hautfeuchtigkeit zu bewahren, um die Heilung zu erleichtern.

Schließlich konnte man innerhalb von 60 Tagen die Quallenstich-Verletzungen effektiv reinigen und behandeln. Die Wunde schloss sich vollständig und war geheilt. Die Patientin verwendete dann weiterhin Feuchtigkeitslotion und Sonnenschutz, um die Entwicklung der Narben zu optimieren.




Literatur:

Paul S. Auerbach, Deepak Gupta, Karen Van Hoesen, Adriana Zavala. Dermatological Progression of a Probable Box Jellyfish Sting. Wilderness & Environmental Medicine. Published online:August 30, 2019. DOI: https://doi.org/10.1016/j.wem.2019.05.004


Quelle: http://www.elsevier.com

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