Optimalgewicht bei postmenopausalen Frauen

Das Optimalgewicht zur Sturzprävention entspricht dem normalen Body-Mass-Index. © MicroOne / shutterstock.com

Das Optimalgewicht zur Sturzprävention entspricht dem normalen Body-Mass-Index. © MicroOne / shutterstock.com

Das Optimalgewicht bei postmenopausalen Frauen, um Knochenbrüche zu vermeiden, scheint im Bereich eines normalen Body Mass Index zu liegen.

Der Knochenschwund, auch Osteoporose genannt, betrifft sehr viele postmenopausalen Frauen nach den Wechseljahren. Jede zweite erleidet innerhalb von vier Jahren mindestens einen Knochenbruch, wobei weniger bekannt ist, dass das Körpergewicht einen großen Einfluss auf die Entstehung von Knochenbrüchen hat. Unlängst untersuchte eine große internationale Studie mit postmenopausalen Frauen, welchen Einfluss das Gewicht, Optimalgewicht, Body-Mass-Index (BMI) und Körpergröße auf das Knochenbruchrisiko und die Stelle des Knochenbruchs haben können.

 

Schutz vor Oberschenkelhalsbruch

Ältere Studien haben ergeben, dass Fettpolster auf der Hüfte in gewisser Weise vor Oberschenkelhalsbruch schützen. Experten sehen eine biomechanische Erklärung, da schlanken Frauen über den Knochen oft Polster im Sinne von Airbags fehlen, die einen Aufprall dämpfen können.

Die sogenannte Global Longitudinal Study of Osteoporosis in Women (GLOW) brachte weitere Erkenntnisse zum Zusammenhang zwischen Optimalgewicht, Körpergewicht und Knochenbrüchen im internationalen Vergleich. Mehr als 50.000 Frauen über 50 Jahre aus zehn Ländern nahmen teil. Die Frauen machten über drei Jahre jedes Jahr mittels Fragebogen Angaben zu aktuellen und früheren Knochenbrüchen sowie zu Körpergröße, Körpergewicht und dem Body-Mass-Index (BMI) in Beziehung gesetzt.

Sieben Prozent der Frauen erlitten während der Zeit einen Knochenbruch, wichtiger Einflussfaktor war der BMI, der aus dem Körpergewicht in Kilo geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Meter bestimmt wird. Als Normalwert gelten 18,5 bis 25,0 kg/m2, die auch den Bereich für das Optimalgewicht im Sinne der Sturzprävention darstellten

Je niedriger der BMI war, desto häufiger traten Wirbelkörperbrüche, Schenkelhalsbrüche und Unterarmbrüche auf. Bei Oberarm-, Schulter- und Schlüsselbeinbrüchen nahm das Risiko mit einer höheren Körpergröße ab. Bei den Frauen mit einem BMI größer 30 waren in der GLOW-Studie osteoporotische Brüche zwar etwas seltener als bei den Frauen mit einem BMI zwischen 18,5 und 30, doch die Zahl aller Knochenbrüche war in beiden BMI-Kategorien ähnlich hoch, da mit steigendem Körpergewicht Brüche anderer Knochen, vor allem Knöchelbrüche, häufiger auftraten und die durchschnittliche Dauer eines Krankenhausaufenthalts bei einem Bruch länger war als bei den normalgewichtigen Frauen.

Literatur:

Juliet E Compston et al. Relationship of Weight, Height, and Body Mass Index with Fracture Risk at Different Sites in Postmenopausal Women: The Global Longitudinal study of Osteoporosis in Women (GLOW).
Journal of Bone and Mineral Research 2013; doi: 10.1002/jbmr.2051

http://www.endokrinologie.net/presse_131017.php

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