Nahrungsmittel gegen erhöhte Werte von Cholesterin und Triglyceride

Ridikofaktor hohes Cholesterin © lightspring / shutterstock.com

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Die richtigen Nahrungsmittel helfen gegen zu viel Cholesterin und Triglyceride, wichtig sind auch viel Bewegung und ein Rauchstopp.

Unter dem Strich können Nahrungsmittel mit zu viel Fett und Kohlenhydrate erhöhtes Cholesterin sowie erhöhte Triglyceride begünstigen. Weiter sind Bewegungsmangel und Rauchen sowie die genetische Veranlagung wichtige Einflussgrößen für Störungen des Lipidstoffwechsels.



 

Vorsicht Lipidstoffwechsel-Störungen

Dem gefürchteten Herzinfarkt gehen bei vielen der über Fünfzigjährigen erste Warnsignale in Form leichter Schmerzen in der Herzgegend voraus. Gemeinsam mit Atemnot sind sie vielfach auf Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße zu­rückzuführen.

Diese ersten Warnungen sind zum Teil auf Hyperlipidämien zurückzuführen. Diese können dann degenerative Veränderungen an den Gefäßen herbeiführen. Und zwar früher und häufiger als beim Durchschnitt der europäischen Bevölkerung.

 

Nahrungsmittel, Lipide, Cholesterin und Triglyceride

Degenerative Veränderungen an den Gefäßen werden durch Bestimmung des Cholesteringehalts und der Triglyceride im Blut festgestellt. Diesen primären oder sekundären Lipidstoffwechsel-Störungen kann man durch gezielte Ernährung entgegen steuern.

Der höhere Anteil an pflanzlichen Kohlehydraten und Faserstoffen ist sehr zu empfehlen. Dazu gehören beispielsweise Gemüse, Salate und Obst sowie Produkte aus Vollkorngetreide. Sie spielen dabei ebenso eine Rolle wie die mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die im Maiskeim-Distel- und Sonnenblumenöl enthalten sind.

Unter dem Strich sollte ein Energie­gehalt von nicht mehr als 30% Fett auf die Kost entfallen. Auch hochwertige Linolsäure reiche Pflanzenmargarine sollte einen Grundstein des Speiseplans bilden.



 

Cholesterin reiche Nahrungsmittel wie Herz, Niere, Leber und tierische Fette vermeiden

Alle rasch resorbierbaren Kohlehydrate sind möglichst zu meiden. Besonders kritisch sehen Experten extrem Cholesterin reiche Nahrungsmittel wie Herz, Niere, Leber, Eigelb und alle tierischen Fette.

Vieles ist einerseits davon seit Jahrzehnten bekannt. Andererseits vernachlässigen viele Menschen in ihrem Alltag diese Grundsätze.

Als Fleisch ohne sichtbares Fett kommen Filet, Lende, Schlegel vom Rind, Tatar, Brat­huhn und die mageren Teile der Pute, samt Hase, Reh und Hirsch in Frage. Weiter magerer Kalbsbraten sowie Roastbeef.

Bei Teigwaren sollte man beim Einkauf eher zu solchen ohne Eier achten. Weiter zu empfehlen sind alle mageren See- und Süßwasser­fische. Und zwar wie Kabeljau, Schellfisch, Seelachs oder Rotzunge, Hecht, Karpfen und Zander.

Beim Kochen sollte man sich auf das Garen in Aluminiumfolie oder in Drucktöpfen konzentrieren. Denn diese Arten der Zubereitung erfordern nur wenig Fett. Zudem hilft das Grillen in möglichst fettarmer Form. Was das Obst betrifft, sollte man süße Trauben sowie Bananen meiden. Stattdessen sollte man eher zu Pfirsichen, Beeren und Äpfeln greifen.

Nicht beschränken sollte man jedenfalls den normale Eiweißgehalt, der durchschnittlich 0,8 g/kg Körpergewicht betragen sollte. Dafür ist bei einer sehr strengen Diät eine Versorgung mit einem Multivitaminpräparat empfehlenswert.



 

Verschlusskrankheiten der Gefäße hinauszuzögern, Risikofaktoren vermeiden

Um tödliche Verschlusskrankheiten der Gefäße hinauszögern zu können, braucht es einiger wichtiger Maßnahmen. Dazu zählen die regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks. Weiter eine altersgemäße körper­liche Aktivität. Und schließlich auch der völlige Verzicht auf Alkohol und Zigaretten.

Im Grunde genommen sollte man außerdem 65–70% des Energiebedarfs durch Poly­saccharide (Stärke) decken. Diese kommen sowohl in der Kartoffel und anderen Sorten von Gemüse sowie auch in vielen Brotsorten vor. Das Abwägen der erlaubten Mengen erfordert Disziplin. Das macht sich aber auf Dauer bezahlt.

Unter dem Strich gehört ein erhöhter Harnsäurespiegel sowie Übergewicht, Bewegungsmangel und Stress zu den Risikofaktoren zweiter Ordnung. Zu den Risikofaktoren der ersten Ordnung zählen die Erhöhung cvon Cholesterin und Triglyceride, Zuckerkrankheit und Rauchen sowie erhöhter Blutdruck.




Literatur:

Schwingshackl L, Hoffmann G, Iqbal K, Schwedhelm C, Boeing H. Food groups and intermediate disease markers: a systematic review and network meta-analysis of randomized trials. Am J Clin Nutr. 2018 Sep 1;108(3):576-586. doi: 10.1093/ajcn/nqy151. PMID: 30535089; PMCID: PMC6134288.

Rahkovsky I, Gregory CA. Food prices and blood cholesterol. Econ Hum Biol. 2013 Jan;11(1):95-107. doi: 10.1016/j.ehb.2012.01.004. Epub 2012 Feb 4. PMID: 22365570.

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