Mehr Sport, mehr Männerhormon Testosteron und so besserer Sex

Ausdauer- und Krafttraining © Brian A Jackson / shutterstock.com

Ausdauer- und Krafttraining © Brian A Jackson / shutterstock.com

Das Männerhormon Testosteron gilt als Inbegriff von Stärke – das gilt für den Spitzensport, bei Amateuren und auch für besseren Sex.

Die richtige Dosis Sport führt dazu, dass der Körper mehr vom Männerhormon Testosteron produziert und damit kommt es auch zu besseren Sex. Um das zu erreichen, muss der Amateursportler keine Olympia reifen Leistungen abliefern. Bereits mäßiges Kraft- oder Ausdauertraining als Sport erhöht die Testosteronproduktion, bringt einen optimalen Testosteronwert und kann so den Sex jedes einzelnen verbessern.



Aktuelle Studienergebnisse stützen übrigens Beobachtungen über einen erstaunlichen Einfluss von Testosteron und Cortisol auf die Sexualität von Männern. Demnach soll das sexuelle Verlangen und das Interesse von Männern an gelegentlichem Sex (sprich soziosexuelle Orientierung, Untreue) von der Kombination dieser Hormone zusammenhängen.

 

Männerhormon Testosteron bei Frauen und Männern

Die Testosteronproduktion erfolgt bei Männern in den Hoden und in weit geringeren Mengen bei Frauen in den Eierstöcken und der Nebennierenrinde.  Im männlichen Organismus ist das Männerhormon unter anderem zuständig für die Ausbildung der Geschlechtsorgane, Behaarung und Muskelmasse.

In der Urologie wird Testosteron unter anderem dazu eingesetzt, um Problemen des alternden Mannes zu begegnen. In der Sportszene ist Testosteron-Missbrauch keine Seltenheit. Circa zehn bis zwölf Prozent aller Freizeitsportler dopen, um besser auszusehen, besonders vor dem Internetversandhandel warnen Experten.

Wer seiner Leistung und Virilität nachhelfen will und sich künstlich das Männerhormon zuführt, hat deutlich größere Chancen, seinem Körper zu schaden als Nutzen daraus zu ziehen.

Denn wenn der Körper sich daran gewöhnt, dass Testosteron substituiert wird, schraubt er die Eigenproduktion zurück und das Männerhormon wir im Ernstfall gar nicht mehr selbst produziert. Es ist dann sehr schwierig, dass die Produktion wieder angeregt wird.

Doping mit Testosteron kann bei manchen Menschen ganz schnell zu Lebererkrankungen führen. Langfristig wird das ganze System des Organismus gestört und kann sich nicht wieder regenerieren. Bei Frauen kann das sogar dazu führen, dass sich die Klitoris in einen kleinen Penis umformt.



 

Das Männerhormon Testosteron zur Leistungssteigerung

Um die Leistung zu steigern, empfehlen Experten, bei niedrigen Werten den Testosteronspiegel auf natürliche Art und Weise zu stimulieren, nämlich durch Sport. Die Ausübung von Ausdauersportarten für knapp eine Stunde sind perfekt, um den Hormonhaushalt anzukurbeln.

Da der Körper auf das Traning reagiert und die Hormonproduktion durch Sport angeregt wird, können lange Ausdauersportarten wie Marathonlaufen für die Athleten durchaus gesundheitsschädlich sein. So gibt es durchaus Fälle aus der urologischen Praxis, in denen Langstreckenläufer sich ihren Hormonhaushalt „kaputtgerannt“ haben.

Das Ergebnis kann eine hervorragende Platzierung beim Marathon, aber ansonsten Müdigkeit, Abgeschlagenheit und eine geminderte Libido sein.

 

Testosteronwert regelmässig kontrollieren

Ausdauersportler sollten deshalb ein- bis zweimal pro Jahr ihren Testosteronwert kontrollieren lassen. Sollten die Werte zu niedrig sein – normal sind zwischen 3,5 und 8,6 Nanogramm pro Milliliter Blut –, könnte eine Umstellung des Trainingsprogramms erforderlich sein, um den Körper wieder in einen gesunden Bereich zu bringen.

Männer, die regelmäßig ein nicht übermäßig langes Kraft- oder Ausdauertraining machen, haben einen guten Testosteronwert. Sie sind dadurch frischer, dynamischer und schlafen besser – und auch die Libido profitiert.




Literatur:

Lantero Rodriguez M, Schilperoort M, Johansson I, Svedlund Eriksson E, Palsdottir V, Kroon J, Henricsson M, Kooijman S, Ericson M, Borén J, Ohlsson C, Jansson JO, Levin MC, Rensen PCN, Tivesten A. Testosterone reduces metabolic brown fat activity in male mice. J Endocrinol. 2021 Aug 1:JOE-20-0263.R3. doi: 10.1530/JOE-20-0263. Epub ahead of print. PMID: 34370693.

Stern J, Karastoyanova K, Kandrik M, Torrance J, Hahn AC, Holzleitner I, DeBruine LM, Jones BC. Are Sexual Desire and Sociosexual Orientation Related to Men’s Salivary Steroid Hormones? Adapt Human Behav Physiol. 2020;6(4):447-466. doi: 10.1007/s40750-020-00148-y. Epub 2020 Aug 24. PMID: 33088674; PMCID: PMC7553893.

Handelsman DJ, Hirschberg AL, Bermon S. Circulating Testosterone as the Hormonal Basis of Sex Differences in Athletic Performance. Endocr Rev. 2018;39(5):803–829. doi:10.1210/er.2018-00020

Sgrò P, Di Luigi L. Sport and male sexuality. J Endocrinol Invest. 2017;40(9):911–923. doi:10.1007/s40618-017-0652-8

Die mobile Version verlassen