Donnerstag, Juli 4, 2024

Blasenschwäche bei Frauen mit Verhaltenstherapie behandeln

Unter dem Strich lohnt sich bei Blasenschwäche bei Frauen die Verhaltenstherapie mit Blasentraining, Kräftigung des Beckenbodens sowie Entspannungsübungen.

Bei einer Blasenschwäche bei Frauen sind sinnvolle Maßnahmen und eine Behandlung sehr viel besser als Nichtstun. In diesem Sinne lohnt sich auch eine Verhaltenstherapie bei Blasenschwäche. Dazu zählen zum Beispiel Blasentraining, Kräftigung des Beckenbodens und Entspannungsübungen. Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer rezenten Übersichtsarbeit zum Behandeln der Blasenschwäche bei Frauen.

Im Grunde genommen ist die Blasenschwäche (Harninkontinenz) jedenfalls kein Einzelschicksal. Man spricht eher von einer Volkskrankheit. Wobei deutlich mehr Frauen an einem unfreiwilligen Harnverlust, einem Tabuthema, leiden. Denn aufgrund eines falschen Schamgefühls leiden viele betroffene Patientinnen heimlich darunter.


Beckenbodentraining bei Blasenschwäche: Beckenbodenmuskulatur trainieren lernen

Beckenbodentraining bei Blasenschwäche zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur (Übung 1). © Mangostar / shutterstock.com
Beckenbodentraining bei Blasenschwäche zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur (Übung 1). © Mangostar / shutterstock.com

Bei Blasenschwäche hilft Beckenbodentraining, das man überall und jederzeit machen kann, wenn man lernt, wie man die Beckenbodenmuskulatur trainiert. Mehr dazu unter https://medmix.at/beckenbodentraining-blasenschwaeche-beckenbodenmuskulatur-trainieren/


Bei Frauen ist Blasenschwäche weit verbreitet, die sich aber erfolgreich behandeln lässt, auch mit einer Verhaltenstherapie

Unter Frauen ist Blasenschwäche weit verbreitet, insbesondere während oder kurz nach der Schwangerschaft sowie im höheren Alter. Dennoch ist Inkontinenz kein unausweichliches Schicksal, sondern lässt sich durchaus erfolgreich behandeln.

Hierzu ist es eine wichtige Botschaft, dass verschiedene Optionen zur Behandlung der weiblichen Blasenschwäche besser sind als keine Therapie. Denn in den allermeisten Studien erzielt die jeweilige Therapie bessere Ergebnisse als gar keine Behandlung.

Weiter ist es vielleicht auch eine interessante Erkenntnis, dass eine Verhaltenstherapie bei Blasenschwäche immer zu einer Linderung führt. Zudem können dadurch sogar die Symptome abklingen. Ob allein oder als Ergänzung zu Medikamenten ist jedenfalls eine Verhaltenstherapie bei Blasenschwäche einer Behandlung mit Medikamenten stets überlegen.


Kürbis bei Blasenschwäche für Frauen und Männer effektiv

Kürbis und Kürbiskerne können Frauen und Männer beispielsweise bei Blasenschwäche unterstützen. © Chamille White / shutterstock.com
Kürbis und Kürbiskerne können Frauen und Männer beispielsweise bei Blasenschwäche unterstützen. © Chamille White / shutterstock.com

Bei Frauen und Männern zeigt Kürbis gesunde Wirkung gegen Blasenschwäche, überaktiver Blase, häufigem Harndrang sowie ungewollten Harnverlust. Mehr dazu unter https://medmix.at/arzneikuerbis-extrakt-bei-blasenschwaeche/


Eine Verhaltenstherapie bei Blasenschwäche ist weniger kompliziert, als es klingt

Hinter dem etwas abschreckenden Begriff Verhaltenstherapie verbergen sich Maßnahmen, die den Beckenboden stärken, entspannend wirken oder das Gefühl für den Harndrang verbessern sollen. Je nach Form der Blasenschwäche werden zum Beispiel Yoga oder Achtsamkeitstraining, Beckenbodengymnastik, Blasen- und Toilettentraining eingesetzt.

Für Frauen mit Übergewicht lohnt es sich außerdem, mehr Bewegung in den Alltag einzubauen und etwas abzunehmen. Bei der Belastungsinkontinenz, die von einem geschwächten Beckenbodenmuskel herrührt, reichen solche Maßnahmen mitunter schon aus.

Patientinnen mit überaktiver Blase oder einer Mischform der Blasenschwäche profitieren meist von einer Kombination aus Verhaltensänderungen und blasenentspannenden Medikamenten.


Preiselbeeren: Vitamin-C-Bombe und Super-Frucht mit Heilwirkung gegen Blasenentzündung

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Vor allem gegen Blasenentzündungen können Preiselbeeren wird mit ihrer Heilwirkung helfen, als Nahrungsmittel gilt die Super-Frucht als wahre Vitamin-C-Bombe. Mehr dazu unter https://medmix.at/preiselbeeren-super-frucht-und-vitamin-c-bombe/


Literatur:

Yung KK, Cheung RYK, Wan OYK, Lee LLL, Choy KW, Chan SSC. Treatment outcome of women with urodynamic mixed urinary incontinence: an observational study. Int Urogynecol J. 2022 Apr 21. doi: 10.1007/s00192-022-05097-6. Epub ahead of print. PMID: 35445809.

Miller JM, Schimpf MO, Hawthorne K, Hortsch SB, Garcia C, Smith AR. Fluids affecting bladder urgency and lower urinary symptoms. Results from a randomized controlled trial. Int Urogynecol J. 2022 Apr 18. doi: 10.1007/s00192-022-05090-z. Epub ahead of print. PMID: 35435467.

García-Sánchez E, Ávila-Gandía V, López-Román J, Martínez-Rodríguez A, Rubio-Arias JÁ. What Pelvic Floor Muscle Training Load is Optimal in Minimizing Urine Loss in Women with Stress Urinary Incontinence? A Systematic Review and Meta-Analysis. Int J Environ Res Public Health. 2019 Nov 8;16(22):4358. doi: 10.3390/ijerph16224358. PMID: 31717291; PMCID: PMC6887794.

Becher K, Bojack B, Ege S, von der Heide S, Kirschner-Hermanns R, Wiedemann A. Harninkontinenz bei geriatrischen Patienten. Verhaltensintervention, Toilettentraining und physiotherapeutische Interventionen. [Urinary incontinence in geriatric patients: behavioral therapy, toilet training and physiotherapy]. Aktuelle Urol. 2019 Sep;50(5):524-537. German. doi: 10.1055/a-0914-8113. Epub 2019 Aug 29. PMID: 31466099.

Wiedemann A, Becher K, Bojack B, Ege S, von der Heide S, Kirschner-Hermanns R. Harninkontinenz bei geriatrischen Patienten: Medikamentöse Therapie. [Urinary incontinence in geriatric patients: pharmacological Therapy]. Aktuelle Urol. 2019 Aug;50(4):424-440. German. doi: 10.1055/a-0914-7346. Epub 2019 Aug 9. PMID: 31398757.

Radzimińska A, Strączyńska A, Weber-Rajek M, Styczyńska H, Strojek K, Piekorz Z. The impact of pelvic floor muscle training on the quality of life of women with urinary incontinence: a systematic literature review. Clin Interv Aging. 2018 May 17;13:957-965. doi: 10.2147/CIA.S160057. PMID: 29844662; PMCID: PMC5962309.


Quelle: Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz e.V.

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