Kürbis bei Blasenschwäche für Frauen und Männer effektiv

Kürbis und Kürbiskerne entfalten eine natürliche gesunde Wirkung auf die Blase, sowohl bei Männern alös auch Frauen. © Natali Zakharova / shutterstock.com

Kürbis und Kürbiskerne entfalten eine natürliche gesunde Wirkung auf die Blase, sowohl bei Männern alös auch Frauen. © Natali Zakharova / shutterstock.com

Bei Frauen und Männern zeigt Kürbis gesunde Wirkung gegen Blasenschwäche, überaktiver Blase, häufigem Harndrang sowie ungewollten Harnverlust.

Nahezu jede vierte Frau leidet an einer überaktiven Blase. Diese Blasenschwäche führt dann zu ständigem Harndrang sowie ungewolltem leidet. Ursache dafür können bei Frauen ein schwacher Beckenboden oder die hormonelle Umstellung in den Wechseljahren sein. Bei Männern kommen die Beschwerden mit dem Älter werden und werden meist durch eine gutartige Vergrößerung der Prostata ausgelöst. Hierzu zeigten verschieden Studien, dass Kürbis mit seiner positiven Wirkung auf die Blase mit seinen Inhaltsstoffen bei Blasenschwäche eine natürliche effektive Behandlungsmöglichkeit für Männer und Frauen sein kann.



 

Kürbis bringt betroffenen Frauen Besserung

Blasenschwäche ist mit lästigen Begleiterscheinungen vergesellschaftet. Bei Frauen äußert sich das Problem oft durch ständigen Harndrang oder unfreiwilligen Harnverlust, etwa beim Sport, beim Treppensteigen, Lachen oder Husten.

Die Ursache liegt oft bei der Beckenboden-Muskulatur. Wenn diese etwa nach Schwangerschaft und Geburt oder im zunehmenden Alter geschwächt ist, dann stützt sie die Blase nicht mehr ausreichend. Dadurch kann der Harn kann nicht mehr so gut gehalten werden.

Aber auch eine Veränderung des Hormonhaushaltes, vor allem bedingt durch die Wechseljahre, kann Auslöser für eine überaktive Blase sein.


Blasenschwäche bei Frauen mit Verhaltenstherapie behandeln

Jede vierte Frau leidet im Laufe ihres Lebens an einer Blasenschwäche, vor allem im Alter ist Harninkontinenz ein großes Thema. © Tolikoff photography / shutterstock.com

Unter dem Strich lohnt sich bei Blasenschwäche bei Frauen die Verhaltenstherapie mit Blasentraining, Kräftigung des Beckenbodens sowie Entspannungsübungen. Mehr dazu unter https://medmix.at/blasenschwaeche-bei-frauen-mit-verhaltenstherapie-behandeln/


Die natürliche Behandlung mit Kürbis kann Linderung der Beschwerden der Blase und damit eine wesentliche Steigerung der Lebensqualität für die betroffenen Frauen bringen. Diese zeigte unlängst eine randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudie mit 120 Probandinnen. Die Studienteilnehmerinnen mit Blasenschwäche, die einen Kürbis-Extrakt über zwölf Wochen hinweg einnahmen, erreichten eine wesentliche Verbesserung. Sie mussten sowohl tagsüber als auch nachts deutlich seltener in die Toilette. Zudem kam es wesentlich seltener zu einem ungewollten Harnabgang. Schließlich kam es auch zu keinen Nebenwirkungen.



 

Kürbis auch bei Männern wirksam

Auch Männer kämpfen häufig mit Blasenbeschwerden. Bei ihnen beginnen die Probleme meist mit dem Älter werden. Durch eine hormonelle Umstellung vergrößert sich die Prostata gutartig und verengt die Harnröhre. Dann entleert sich die Harnblase nicht vollständig. Es gibt »Startschwierigkeiten« beim Urinieren, der Harn tröpfelt lange nach. Und besonders belastend ist, dass man in der Nacht ständig in die Toilette muss.

Auch für Männer mit Blasenschwäche ist die Wirksamkeit von Kürbis nachgewiesen. In einer klinischen Studie aus Japan wurden 54 Männer zwischen 65 und 88 Jahren untersucht, die über vermehrtem nächtlichen Harndrang klagten. Die Probanden nahmen sechs Wochen lang einen Kürbis-Extrakt ein und berichteten über eine signifikante Verbesserung: Der nächtliche Harndrang konnte um bis zu 40 % gesenkt werden.

Zu einem positiven Ergebnis kam auch eine neue Untersuchung, die an österreichischen Universitäten durchgeführt wurde. Kürbis konnte hier das gutartige Prostatawachstum ausgeprägt hemmen. Die Wachstumshemmung zeigte sich bei Laborversuchen sogar bei Prostata-, Brust- und Darmkrebszellen. Arzneikürbis-Extrakt hemmt offensichtlich nicht nur das übermäßige Zellwachstum, wirkt somit einer vergrößerten Prostata entgegen, sondern scheint auch zum Zellschutz beizutragen.

 

So wirkt der Kürbis auch bei Blasenschwäche

Kürbis ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt und findet als kulinarischer Leckerbissen in vielen gesunden Rezepten Verwendung. Für den medizinischen Einsatz eignet sich nur der Steirische Arzneikürbis, genauer gesagt nicht das Öl, sondern die wasserlöslichen Bestandteile der Samen.

Diese verhindern beim Mann die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron. Damit wird der Wachstumsreiz auf die Prostatazellen vermindert. Die Blase kann sich besser entleeren.

Bei der Frau hingegen wird vorrangig das Enzym Aromatase durch den Kürbiskernextrakt gehemmt. Das führt schließlich zu einer Kräftigung der Muskulatur des Beckenbodens und der Blase um die lästigen Beschwerden zu lindern.


Beckenbodentraining bei Blasenschwäche: Beckenbodenmuskulatur trainieren lernen

Beckenbodentraining bei Blasenschwäche zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur (Übung 1). © Mangostar / shutterstock.com

Bei Blasenschwäche hilft Beckenbodentraining, das man überall und jederzeit machen kann, wenn man lernt, wie man die Beckenbodenmuskulatur trainiert. Mehr dazu unter https://medmix.at/beckenbodentraining-blasenschwaeche-beckenbodenmuskulatur-trainieren/




Literatur:

Bongseok Shim et al. A randomized double-blind placebo-controlled clinical trial of a product containing pumpkin seed extract and soy germ extract to improve overactive bladder-related voiding dysfunction and quality of life. Journal of Functional Foods 8 (2014), S. 111–117. DOI: 10.1016/j.jff.2014.03.010

Terado T et al. Clinical Study of mixed processed foods containing pumpkin seed extract and soybean germ extract on pollikiuria in night in elderly men. Jpn J Med Pharm Sci 2004; 52(4): 551-61.

Svjetlana Medjakovic, Stefanie Hobiger, Karin Ardjomand-Woelkart, Franz Bucar, Alois Jungbauer. Pumpkin seed extract: Cell growth inhibition of hyperplastic and cancer cells, independent of steroid hormone receptors. Fitoterapia 110 (2016) 150–156.

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